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Vitamine bei Diabetes sind ein oft unterschätzter Baustein für stabile Blutzuckerwerte und langfristige Gesundheit. Zwar können sie keine Therapie ersetzen, aber bestimmte Mikronährstoffe unterstützen den Stoffwechsel, gleichen Mängel aus und helfen, Folgeerkrankungen vorzubeugen. In diesem Beitrag erfährst du, welche 6 Vitamine für Menschen mit Diabetes besonders wichtig sind – und wie du sie über Lebensmittel oder, wenn nötig, gezielt über Ergänzungen abdecken kannst.
Warum wichtig: Niedrige Vitamin-D-Spiegel gehen häufig mit ungünstiger Stoffwechselgesundheit einher. Eine Korrektur kann Marker leicht verbessern – kein Wundermittel, aber sinnvoll bei nachgewiesenem Mangel.
So gehst du vor: Status bestimmen lassen, dann gezielt ergänzen. In Deutschland gilt: 20 µg/Tag (800 I. E.) als Referenzwert bei fehlender körpereigener Bildung. Lebensmittel liefern nur wenig (v. a. fetter Fisch, Eier), die Sonne bleibt die wichtigste Quelle. DGE
Manche Ärzte setzen bei Mangel kurzfristig höhere Dosen (bis 5.000 I.E.) ein, aber das sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.
Wichtig zur Sicherheit: Hochdosierte Vitamin-D-Präparate können langfristig schaden – bitte nicht dauerhaft „auf Verdacht“ einnehmen. Bundesinstitut für Risikobewertung
Mein Tipp: Lass deinen Vitamin-D-Spiegel testen und besprich dich mit deinem Arzt – dann kannst du individuell dosieren, sicher und wirksam.
Warum wichtig: Das Basis-Medikament Metformin kann den Vitamin-B12-Spiegel senken. Bei Risikofaktoren oder Symptomen (z. B. Kribbeln/Taubheit, Blutarmut) ist ein B12-Monitoring sinnvoll.
So deckst du’s: Fisch, Fleisch, Eier, Milchprodukte; bei veganer Ernährung supplementieren – Dosierung ärztlich klären. akdae.de
Warum wichtig: Thiamin ist Co-Faktor im Kohlenhydratstoffwechsel; bei Diabetes finden sich öfter niedrigere Spiegel. Das B1-Derivat Benfotiamin wird in deutschen Empfehlungen als Option bei schmerzhafter diabetischer Polyneuropathie geführt (zur Symptomlinderung – kein Ersatz für die Basistherapie).
Food first: Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse/Samen. Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V.
Realistisch: Ausreichende Vitamin-C-Zufuhr aus Lebensmitteln unterstützt die Gefäß- und Stoffwechselgesundheit. Für die meisten reicht eine bunte, frische Küche (Paprika, Beeren, Zitrus, Kohl, Kartoffeln). Hohe Dosierungen sind selten nötig – kläre Ergänzungen individuell ab.
Kernaussage: Vitamin E wirkt antioxidativ, doch hochdosierte Präparate bringen ohne Mangel meist keinen Zusatznutzen. Setze auf Lebensmittel wie Raps-/Oliven-/Sonnenblumenöl, Nüsse, Kerne.
Wichtig: Folat arbeitet mit B12 im Homocystein-Stoffwechsel zusammen. Meist gilt „Food first“ (grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn). Kinderwunsch/Schwangerschaft: Folsäure-Supplemente sind Standard – bitte ärztlich abstimmen.