Vitamine bei Diabetes: Die 6 wichtigsten Mikronährstoffe für stabile Blutzuckerwerte

Vitamine bei Diabetes sind ein oft unterschätzter Baustein für stabile Blutzuckerwerte und langfristige Gesundheit. Zwar können sie keine Therapie ersetzen, aber bestimmte Mikronährstoffe unterstützen den Stoffwechsel, gleichen Mängel aus und helfen, Folgeerkrankungen vorzubeugen. In diesem Beitrag erfährst du, welche 6 Vitamine für Menschen mit Diabetes besonders wichtig sind – und wie du sie über Lebensmittel oder, wenn nötig, gezielt über Ergänzungen abdecken kannst.


1) Vitamin D – sinnvoll bei Mangel

Warum wichtig: Niedrige Vitamin-D-Spiegel gehen häufig mit ungünstiger Stoffwechselgesundheit einher. Eine Korrektur kann Marker leicht verbessern – kein Wundermittel, aber sinnvoll bei nachgewiesenem Mangel.
So gehst du vor: Status bestimmen lassen, dann gezielt ergänzen. In Deutschland gilt: 20 µg/Tag (800 I. E.) als Referenzwert bei fehlender körpereigener Bildung. Lebensmittel liefern nur wenig (v. a. fetter Fisch, Eier), die Sonne bleibt die wichtigste Quelle. DGE

Manche Ärzte setzen bei Mangel kurzfristig höhere Dosen (bis 5.000 I.E.) ein, aber das sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Wichtig zur Sicherheit: Hochdosierte Vitamin-D-Präparate können langfristig schaden – bitte nicht dauerhaft „auf Verdacht“ einnehmen. Bundesinstitut für Risikobewertung

Mein Tipp: Lass deinen Vitamin-D-Spiegel testen und besprich dich mit deinem Arzt – dann kannst du individuell dosieren, sicher und wirksam.

2) Vitamin B12 – besonders im Blick bei Metformin

Warum wichtig: Das Basis-Medikament Metformin kann den Vitamin-B12-Spiegel senken. Bei Risikofaktoren oder Symptomen (z. B. Kribbeln/Taubheit, Blutarmut) ist ein B12-Monitoring sinnvoll.
So deckst du’s: Fisch, Fleisch, Eier, Milchprodukte; bei veganer Ernährung supplementieren – Dosierung ärztlich klären. akdae.de

3) Vitamin B1 (Thiamin) – Nerven im Fokus

Warum wichtig: Thiamin ist Co-Faktor im Kohlenhydratstoffwechsel; bei Diabetes finden sich öfter niedrigere Spiegel. Das B1-Derivat Benfotiamin wird in deutschen Empfehlungen als Option bei schmerzhafter diabetischer Polyneuropathie geführt (zur Symptomlinderung – kein Ersatz für die Basistherapie).
Food first: Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse/Samen. Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V.

4) Vitamin C – antioxidatives Vitamin für Diabetiker

Realistisch: Ausreichende Vitamin-C-Zufuhr aus Lebensmitteln unterstützt die Gefäß- und Stoffwechselgesundheit. Für die meisten reicht eine bunte, frische Küche (Paprika, Beeren, Zitrus, Kohl, Kartoffeln). Hohe Dosierungen sind selten nötig – kläre Ergänzungen individuell ab.

5) Vitamin E – Schutz aus Lebensmitteln

Kernaussage: Vitamin E wirkt antioxidativ, doch hochdosierte Präparate bringen ohne Mangel meist keinen Zusatznutzen. Setze auf Lebensmittel wie Raps-/Oliven-/Sonnenblumenöl, Nüsse, Kerne.

6) Folat – essenzielles Vitamin bei Diabetes & Gefäßgesundheit

Wichtig: Folat arbeitet mit B12 im Homocystein-Stoffwechsel zusammen. Meist gilt „Food first“ (grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn). Kinderwunsch/Schwangerschaft: Folsäure-Supplemente sind Standard – bitte ärztlich abstimmen.


Schnell umsetzen – dein 4-Punkte-Plan

  1. Check vor Pillen: Vitamin-D- und B12-Status bestimmen lassen (bei Metformin besonders).
  2. Bunt & vollwertig: Täglich viel Gemüse/Obst, Vollkorn & Hülsenfrüchte (B-Vitamine), plus eine Hand Nüsse/Saaten und gute Pflanzenöle (Vitamin E).
  3. Smart supplementieren: Vitamin D nur bei Mangel/Indikation und ohne Mega-Dosen.
  4. Neuropathie im Blick: Kribbeln/Brennen? Abklären – Benfotiamin kann eine Option sein.

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